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Umgang mit Fehlbelichtungen bei Farben

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tale
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Umgang mit Fehlbelichtungen bei Farben

Beitragvon tale » Do 18. Apr 2013, 11:33

Hallo zusammen,

ich habe bei manchen RAW-Fotos den Fall, dass einzelne Farben (insb. Rot) außergewöhnlich intensiv wirken. Konkret beispielsweise eine Portraitaufnahme einer Person mit knallrotem Pulli.

Laut Belichtungswarnung zeigen sich dann meistens Problemzonen in den jeweiligen Bereichen. Zur Vergewisserung schnell schon mal eine Frage:
Rot sind geclippte Highlights, grün sind... ja was eigentlich? Das entsprechende Gegenstück für zu dunkle Bereiche?

Jedenfalls habe ich bisher folgende Erfahrungen gemacht:
  • Kontrast senken: Hilft, allerdings möchte ich nicht immer das gesamte Foto dadurch "schwächen".
  • Sättigung senken und Lebendigkeit erhöhen: Hilft, allerdings nicht bei Portraits (Lebendigkeit wirkt nicht bei Hauttönen).
  • Sättigung der jeweiligen Farbe senken: Scheint bisher am effektivsten zu sein. Aber auch wenn man es nicht direkt sieht, habe ich immer ein wenig Angst, ich würde dadurch auch andere Bildbereiche verfremden.
  • Gesamte Belichtung senken und Fülllicht erhöhen: Bin mir noch nicht ganz schlüssig.

Anscheinend scheint der richtige Weg schon mal über Sättigung zu laufen, korrekt? Den ein Absenken der Helligkeit für die jeweilige Farbe führt indirekt ja eher zur Intensivierung (finde ich jedenfalls).

Außerdem noch die Frage zur Vorbeugung: Wie kann ich so was zukünftig schon bei der Fotografie vermeiden? Unterbelichten? Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass man auf die intensive Farbe belichten soll. Aber dann wird's mit dem Gesicht meist schwierig :(

Danke schon mal,
tale


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losch
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Re: Umgang mit Fehlbelichtungen bei Farben

Beitragvon losch » Fr 19. Apr 2013, 07:29

In der Tat kenne ich das Problem auch recht gut insbesondere bei intensiv leuchtenden Blüten. Oft hilft es, die Belichtung herunterzuziehen und selektiv aufzuhellen. Manchmal ist jedoch immer noch überstrahlt, weil die Belichtungsautomatik wohl eher auf mittlere Grauwerte reagiert und mit den selektiv hohen Belichtungswerten überfordert ist.

Gelegentlich muss dann die Aufnahme unterbelichtet wiederholt werden oder ein Aufhellblitz bzw. Aufhellflächen korrigieren.


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tale
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Re: Umgang mit Fehlbelichtungen bei Farben

Beitragvon tale » Fr 19. Apr 2013, 09:44

losch hat geschrieben:In der Tat kenne ich das Problem auch recht gut insbesondere bei intensiv leuchtenden Blüten. Oft hilft es, die Belichtung herunterzuziehen und selektiv aufzuhellen. Manchmal ist jedoch immer noch überstrahlt, weil die Belichtungsautomatik wohl eher auf mittlere Grauwerte reagiert und mit den selektiv hohen Belichtungswerten überfordert ist.

Gelegentlich muss dann die Aufnahme unterbelichtet wiederholt werden oder ein Aufhellblitz bzw. Aufhellflächen korrigieren.


Ok, das werde ich mir für die Vorbereitung merken.

Das heißt, in der Nachbearbeitung sollte ich ähnlich vorgehen? Oder im Umkehrschluss: Die selektive Helligkeit runter ziehen? Ich hatte das Gefühl, dass das nicht so viel bringen würde.

(Ich habe am Wochenende Freunde besucht und eines der Mädels lief den ganzen Tag mit einer knallroten Regenjacke herum... :? )
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losch
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Re: Umgang mit Fehlbelichtungen bei Farben

Beitragvon losch » Fr 19. Apr 2013, 19:09

Das heißt, in der Nachbearbeitung sollte ich ähnlich vorgehen? Oder im Umkehrschluss: Die selektive Helligkeit runter ziehen? Ich hatte das Gefühl, dass das nicht so viel bringen würde.

Ich meine, dass die Kameras selektive Farbpeaks (wie bei deiner Regenjacke) nicht angemessen in der Belichtungsautomatik berücksichtigen. Deshalb werden diese Peaks in der Aufnahme oft überbelichtet sein. Mit RAWs kann man das in Grenzen (etwa 2 Blenden) z.B. mit ACDSee im Regler Belichtung korrigieren.

Mit der erweiterten Farbe kann diese Übersteuerung ebenfalls korrigiert werden, nach meiner Erfahrung jedoch in engeren Grenzen.

Wenn durch die Aufnahmebelichtung dieser Korrekturspielraum bereits überschritten wurde, handelt es sich um eine echte, allerdings farbselektive, Überbelichtung, die nicht mehr auszugleichen ist.

Wenn ich jetzt richtig verstanden habe, was du meinst... ;)


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Re: Umgang mit Fehlbelichtungen bei Farben

Beitragvon tale » Mo 22. Apr 2013, 08:40

losch hat geschrieben:Wenn ich jetzt richtig verstanden habe, was du meinst... ;)


Hast du, danke für die Informationen. Wobei ich auch zwei Dinge durcheinandergebracht habe, glaube ich:
1. Übersättigte Farben
2. Tatsächlich überbelichtete Farben

Letzteres scheine ich tatsächlich nicht so oft und allenfalls mit Rottönen zu bekommen. Hier funktioniert das Hantieren mit Gesamthelligkeit/Fülllicht/Lichtaufhellung wirklich ganz gut.

Ersteres kommt bei mir aber recht regelmäßig. Hm... "Sättigung senken und Lebendigkeit erhöhen" klingt wie der richtige Weg, wenn es sich nicht um ein Portrait handelt. In so einem Fall, komme ich vermutlich nicht um selektive Farbreduzierung herum.
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Re: Umgang mit Fehlbelichtungen bei Farben

Beitragvon tale » Mi 24. Apr 2013, 09:16

Argh... Ich habe bisher bei zu starken Sättigungen immer Lebendigkeit erhöht, damit nur noch die anderen, weniger gesättigten Farben passend aussehen.

Nun, das Spiel geht aber auch einfach umgekehrt: Das Verringern von Lebendigkeit führt dazu, dass zu stark gesättigte Farben als erstes und sehr stark reduziert werden. Ein Wert von -5 genügt meist völlig, um selbst starke Problemzonen in den Griff zu bekommen, ohne an anderer Stelle viel (v.a. Gesichtsfarben) zu verlieren.

Das nur als Info, falls andere diese offensichtliche Sache ebenfalls übersehen haben :lol:
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Re: Umgang mit Fehlbelichtungen bei Farben

Beitragvon albe » Mi 1. Mai 2013, 13:20

Ich mache da wenig, etwas die Helligkeit reduziern oder anheben, je nach dem. Die Regler Sättigung,Lebendigkeit und Klarheit benutze ich nie. Bisher führten die immer zu Verschlechterungen des Gesamteindruckes.
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Re: Umgang mit Fehlbelichtungen bei Farben

Beitragvon tale » Mo 6. Mai 2013, 09:08

albe hat geschrieben:Ich mache da wenig, etwas die Helligkeit reduziern oder anheben, je nach dem. Die Regler Sättigung,Lebendigkeit und Klarheit benutze ich nie. Bisher führten die immer zu Verschlechterungen des Gesamteindruckes.


Da stimme ich dir zu: V.a. bei Personenaufnahmen setze ich das auch kaum mehr ein.

Aber bei Landschaftsaufnahmen machen Lebendigkeit und vor allem Klarheit einfach nur herrlich viel Spaß :)
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Re: Umgang mit Fehlbelichtungen bei Farben

Beitragvon losch » Di 7. Mai 2013, 19:23

albe hat geschrieben:Ich mache da wenig, etwas die Helligkeit reduziern oder anheben, je nach dem. Die Regler Sättigung,Lebendigkeit und Klarheit benutze ich nie. Bisher führten die immer zu Verschlechterungen des Gesamteindruckes.


Du meinst vermutlich mit Helligkeit die "Belichtung" unter "Allgemein"? Das ist zugegebenerweise auch bei mir die wichtigste Justage vor allen anderen Einstellungen. Danach nutze ich allerdings auch alle anderen Möglichkeiten, die ACDSee bietet, um eine Aufnahme qualitativ aufzuwerten, die eine mehr, die andere weniger - je nach Motiv.

Gelegentlich gefällt mir ein Bild auch mit herabgeregelten Einstellern der genannten Parameter besser, es muss also nicht immer mehr sein. Gerade bei Landschaften oder Pflanzen lohnt es sich aber durchaus, mal etwas dazu zu geben, finde ich. Gerade auch die Klarheit bringt da vielleicht viel.

Schließlich hole ich auch gerne noch die gute alte Gradationskurve gervor, um dem Bild den letzten Kick (z.B. Schwarzwert) zu geben.

Möglicherweise ist das aber vom Ausgangsthema schon etwas weit weg...?


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Re: Umgang mit Fehlbelichtungen bei Farben

Beitragvon tale » Mi 8. Mai 2013, 10:17

losch hat geschrieben:Möglicherweise ist das aber vom Ausgangsthema schon etwas weit weg...?


Möglich, aber zumindest ich finde das spannend.

Bei mir ist es inzwischen so, dass ich für meine Bilder zunächst ordentlich den Kontrast (-20) reduziere. Leider sind die Standardvorgaben von ACDSee in der Hinsicht für meine Kamera viel zu heftig. Dann versuche ich mittels Helligkeit, Fülllicht und Lichtaufhellung die meisten Highlights/Lowlights zu eliminieren.

Anschließend gibt's dann noch etwas Feintuning: Ein neuer Schwarzpunkt durch Gradationskurven, ein wenig Drehen an der Beleuchtung... wobei ich zugeben muss, dass ich mich erst aufgrund eurer Begeisterung mehr mit letzterem beschäftige ;)

Was mir im Moment noch am meisten zu schaffen macht, ist das Schärfen. Irgendwie habe ich den Dreh noch nicht so ganz raus und zweifle immer daran, ob ich nun zu viel oder zu wenig Schärfe habe. Naja, genau wie beim Rest macht wohl Übung den Meister...



(Falls es zu abschweifend wird, kann ja ein Mod das Thema eventuell aufspalten? In etwas à la "Allgemeine Tipps zur Bearbeitung"?)
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