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Reihenfolge bei der RAW-Bearbeitung

Beiträge rund um den Bearbeitenmodus

Themenstarter
tale
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Reihenfolge bei der RAW-Bearbeitung

Beitragvon tale » Do 11. Apr 2013, 15:58

Hallo zusammen,

ich bin ein relativer Neuling bei der RAW-Entwicklung und zur Zeit fleißig am rumexperimentieren.

Nachdem ich nun einige Lightroom-Tutorials "übersetzt" und durchgearbeitet habe, verwende ich grob die folgende Vorgehensweise, wenn ich von Null starte:

    1. Weißabgleich regeln.
    2. Beleuchtung soweit regeln, das keine Highlights beschnitten werden. Falls nötig: Lichtaufhellung für weitere Details.
    3. Fülllicht für die dunklen Bildbereiche.
    4. Lebendigkeit erhöhen.
    5. Klarheit anpassen (für Portraits niedriger, ansonsten eher hoch)
    6. Schwarzpunkt (automatisch) über Gradationskurven setzen (mein Ersatz für die fehlende Lightroom-"Blacks"-Funktion)

Mit diesem Ablauf hab ich bisher ganz gut Erfolg gehabt.

Es würde mich mal interessieren, ob ihr auf eine ähnliche Weise vorgeht?
Oder vielleicht gibt es ja ganz andere Vorlieben (manche Leute empfehlen z.B. eine Korrektur der Gradationskurve gleich zu Beginn).

Schönen Gruß,
tale


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Emil
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Re: Reihenfolge bei der RAW-Bearbeitung

Beitragvon Emil » Fr 12. Apr 2013, 23:16

Ich gehe meist erst hin und nutze die Auto-Funktion der Gradationskurve - nur um zu sehen ob sich eine Bearbeitung überhaupt lohnt und was zu tun ist. Wenn ja, dann setzte ich diese aber meist wieder zurück und fange noch mal von oben an, denn einige Funktionen verändern ja auch wieder die Gradationskurve ...

Deshalb wünsche ich mir schon lange eine 'Stapel-Auto-Funktion' für die Gradationskurve.

Aber einen Königsweg sehe ich bei AC eigentlich nicht. Ich kann bei uns nicht nur am Bild selbst, sondern vor allem auch am (Nicht)Gebrauch einiger Regler sehen, wer ein Bild entwickelt hat. Das Ergebnis ist aber letztendlich immer wieder ganz brauchbar. Obwohl gerade darüber bei uns natürlich immer wieder heftig gestritten wird :-)
Gruß, Emil
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albe
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Re: Reihenfolge bei der RAW-Bearbeitung

Beitragvon albe » Sa 13. Apr 2013, 06:14

Moin, ich mache es ähnlich wie Emil. Sichtung, dann Graduationskurve ob es sich lohnt, dann evtl. aufhellen/abdunkeln,bei Doku/Beleg-Fotos zuschneiden, schärfen und entrauschen. Oft fast gar nicht, da meine Grundeinstellung schon passte.
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flodur61
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Re: Reihenfolge bei der RAW-Bearbeitung

Beitragvon flodur61 » Mo 22. Apr 2013, 14:08

Emil hat geschrieben:Ich gehe meist erst hin und nutze die Auto-Funktion der Gradationskurve - nur um zu sehen ob sich eine Bearbeitung überhaupt lohnt und was zu tun ist.


Bitte um eine Erklärung, inwieweit die Anwendung der Funktion für die Beurteilung hilfreich ist, danke!

MfG

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Emil
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Re: Reihenfolge bei der RAW-Bearbeitung

Beitragvon Emil » Mo 22. Apr 2013, 14:40

Eigentlich aus keinem besonderen Grund. Ein Druck auf "Auto" und der oft nicht ideale Dichteumfang wird durch die Spreizung deutlich besser. Ich kann so schnell sehen, ob es sich lohnt in ein eher flaues Bild noch viel Zeit hinein zu stecken. Wenn ich mich dann allerdings dazu entschließe mehr Arbeit zu investieren, dann stelle ich die Funktion meist wieder zurück und fange noch mal ganz von vorne an. Das Ganze läuft innerhalb von Sekunden ab und dient nur dazu mich ein bisschen mir dem Bild zu beschäftigen und zu sehen ob es mich anspricht. Ich habe täglich so viele Bilder vor der Nase, das es einfach fix gehen muss. Mehr als zwei Minuten pro Bild sind meist nicht drin. Weniger als ein Prozent der Bilder werden hier intensiv bearbeitet.
Gruß, Emil
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K.S.
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Re: Reihenfolge bei der RAW-Bearbeitung

Beitragvon K.S. » Mo 13. Mai 2013, 16:41

Und ich dachte die Reihenfolge ist egal, da das Bild eh bei jeder Änderung neu berechnet wird.

Könnte mich bitte mal wer aufklären was nun stimmt - Danke.


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tale
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Re: Reihenfolge bei der RAW-Bearbeitung

Beitragvon tale » Di 14. Mai 2013, 10:55

K.S. hat geschrieben:Und ich dachte die Reihenfolge ist egal, da das Bild eh bei jeder Änderung neu berechnet wird.

Könnte mich bitte mal wer aufklären was nun stimmt - Danke.


Korrekt, das Foto wird nach jeder Änderung neu berechnet. Theoretisch könnte man daher wirklich in jeder beliebigen Reihenfolge vorgehen.

Praktisch macht es aber Sinn, zunächst die Änderungen zu machen, die den größten Einfluss auf das Bild nehmen. Einfach um die nötigen weiteren Schritte besser beurteilen zu können. Beispielsweise würde man zunächst den Weißabgleich durchführen, bevor man Farbsättigungen oder ähnliches beurteilen kann.

Ein zweiter Punkt ist, dass man dasselbe Ergebnis oft mit unterschiedlichen Einstellungen erreichen kann. Beispiel: Meines Wissens kann man Belichtung, Fülllicht und Lichtaufhellung auch mit der Funktion "Beleuchtung" nachstellen.

Deshalb gilt, dass verschiedene Leute durchaus auch verschiedene, durch Praxis und Erfahrung geprägte Vorgehensweisen bevorzugen.
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losch
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Re: Reihenfolge bei der RAW-Bearbeitung

Beitragvon losch » Di 14. Mai 2013, 11:01

K.S. hat geschrieben:Und ich dachte die Reihenfolge ist egal, da das Bild eh bei jeder Änderung neu berechnet wird.

Stimmt schon, aber jede Einstellung hat auch Auswirkungen auf andere Einstellung und um eine optimale Gesamtabstimmung zu erreichen, hat jeder so sein spezielles Vorgehen.

Ich selbst beginne immer damit, die Belichtung entsprechend der Lichtstimmung zu optimieren -> Aufnahme in Sonnenlicht wird nach Histogramm hochgezogen, bei Dämmerlichtaufnahmen könnte das eine fatale Verfälschung bedeuten.

Gleiches gilt für die Beleuchtung, die ich ebenfalls gerne einsetze, um Schatten aufzuhellen. Mitunter ist sie aber auch eher schädlich und macht das Bild nur flau. Ohnehin setze ich diesen Regler erst ein, wenn die Belichtung optimiert ist, weil sonst deren Einstellung wieder alles verändert, s.o.

Jede Aufnahme muss da individuell angegangen werden, wenn "alles" herausgeholt werden soll, denke ich.

PS: tale war schneller und sagt sinngemäß wohl das gleiche. :)


K.S.
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Re: Reihenfolge bei der RAW-Bearbeitung

Beitragvon K.S. » Di 14. Mai 2013, 12:03

Oh danke, dann hab ichs richtig verstanden - dem Programm ist es egal, die Reihenfolge bestimmt der User sinnvollerweise danach, was den positivsten Effekt fürs Bild hat.


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